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Etliche Tagebucheintragungen und Briefe zeugen von Kafkas Interesse an der Psychoanalyse seit 1912. Was er an psychoanalytischen Schriften im einzelnen gelesen hat, weiß man jedoch nicht. Kenntnisse aus zweiter Hand bezog er auch aus Hans Blühers 1917 erschienenem Werk „Die Rolle der Ertotik in der Männergesellschaft“. Gut informiert war er über den Psychoanalytiker Otto Gross, den er 1917 persönliche kennenlernte und dem er sich verbunden fühlte. Der Plan einer gemeinsamen Zeitschrift mit den Titel „Blätter zur Bekämpfung des Machtwillens“ erschien ihm sehr attraktiv. Die Beschäftigung mit Gross hat deutliche Spuren in Kafkas literarischem Werk hinterlassen.
Mehr dazu in dem Artikel von Thomas Anz: Die Leiden einer Generation. Kafka und die Psychoanalyse. In: literaturkritik.de 7/2008.
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